Jg. 1943, Rechtsanwalt
Geschäftsführer der gGmbH Sammlung Crous
Dr. Walter Maaßen ist zwar kein gebürtiger Aachener, sondern erblickte in Stettin das Licht der Welt, ist aber dennoch familiär in Aachen tief verwurzelt. So erbaute sein Großvater mütterlicherseits Anfang des 20. Jahrhunderts zusammen mit dem damaligen Dombaumeister das „Boxemönster" in der Krämerstraße.
Bereits als Schüler war der spätere Jurist stark an Geschichte interessiert. Die Frage, was ihn an Aachens Stadtgeschichte fasziniere, beantwortete Dr. Maaßen treffend mit der Feststellung: „Das, was mich an Geschichte überhaupt interessiert: Ideen, menschliche Verhaltensweisen und Entwicklungen". Schon bevor es die Sammlung Crous gab, hatte er 1992 mit dem Sammler und langjährigen, ehemaligen AKV-Präsidenten Helmut A. Crous über den Ankauf von dessen Privatsammlung durch den AKV verhandelt. Nach dessen Tod gingen die Verhandlungen mit den beiden Crous-Töchtern, Liesel Lehrheuer und Elena Schulte, weiter. Der Ankauf wurde dann erst durch eine großzügige Spende von Honorarkonsul Hans-Josef Thouet möglich. Nach weiteren Verhandlungen mit Behörden, insbesondere dem Finanzamt, wurde eine gemeinnützige GmbH gegründet, die gegenüber einer Stiftung oder einem gemeinnützigen Verein von Vorteil erschien. Seit 2004 ist Dr. Maaßen Geschäftsführer dieser gGmbH Sammlung Crous.
Stadtgeschichtlich Interessierten, die bereit sind, sich ehrenamtlich für die Sammlung zu engagieren, empfiehlt er, sich mit den stadthistorischen Beständen auseinander zusetzen und Erkenntnisse zu vertiefen, Wurzeln und Entwicklungen zu entdecken und nachzuvollziehen, um sie dann den „Öchern" näher zu bringen.
Jg. 1950, Diplom-Ingenieur,
Inhaber eines Kunstverlages
Vorsitzender des Beirats der Sammlung Crous gGmbH
Von Jugend an war Bernd Carl von Aachens Stadtgeschichte fasziniert. Durch die Teilnahme an Vortragsveranstaltungen der Sammlung Crous Anfang der 90er Jahre und die Zusammenarbeit mit der damaligen Kuratorin, Dr. Marga van den Heuvel, zur Herausgabe wissenschaftlicher Bestandskataloge zur Sammlung, wurde diese alte Leidenschaft erneut geweckt. War er zunächst ein Förderer der stadthistorischen Sammlung, so wurde er 2004 Vorsitzender des ehrenamtlichen Beirats, ein Amt, das er bis heute ausübt. Liebe zu Aachen und Engagement seien die Voraussetzungen, die ein Ehrenamtler zur Mitarbeit mitbringen müsse, so Bernd Carl. 1993 war er Mitglied des AKV geworden und vier Jahre später auch Senator. Seit 2004 ist er Elferratsmitglied. Als „Krippekratz" begleitete er in der Session 2005 Ex-Prinz Dirk III. Chauvistré in dessen Hofstaat.
Zugunsten der Sammlung Crous initiiert Bernd Carl mit seinem Beirat immer wieder neue Vorhaben, um durch Sponsoring die wissenschaftliche Aufbereitung, Erhaltung und Erweiterung der Bestände für die öffentliche Nutzung möglich zu machen und geschichtlich Interessierten diese Fundgrube historischer Schätze zu öffnen. Dabei lautet sein Motto: „Wer die Geschichte Aachens nicht kennt, kann die Stadt auch nicht lieben". Vortragsveranstaltungen, Ausstellungen, Golfturniere und Benefizgalas finden ständig wachsenden Zuspruch.
Jg. 1940, Hausfrau - Mutter - Großmutter
Mitglied des Beirats seit der Gründung der Sammlung
Durch ihren Vater Helmut A. Crous, als Privatsammler der Begründer dieser stadthistorischen Sammlung, wurde in ihr schon von Kindesbeinen an das Interesse an Aachens Geschichte geweckt. „Mich fasziniert dabei die wichtige Rolle, die die Stadt über Jahrhunderte hinweg nicht nur für Deutschland, sondern auch für Europa gespielt hat, was durch zahlreiche historische Relikte dokumentiert wird", erklärt Liesel Lehrheuer.
Seit dem Erwerb der Sammlung Crous durch den AKV ist sie ehrenamtliches Mitglied im Beirat. Für sie ist es Erbe und Verpflichtung zugleich. Mit Begeisterung kommt sie dieser Aufgabe nach, um am Erhalt der Sammlung ihres Vaters mit zu wirken. „Allen stadtgeschichtlich Interessierten empfehle ich, die Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen der Sammlung Crous zu besuchen oder direkt einmal in der Präsenzbibliothek vorbei zu schauen. Vielleicht reizt es den einen oder anderen als Ehrenamtler mit zu arbeiten", so Liesel Lehrheuer.
Jg. 1943, Rentnerin, vorher kaufmännische Angestellte
Mitglied des Organisationsteams
Sie ist Öcherin durch und durch und bei Aachens Stadtgeschichte gesteht die Crous-Tochter „jeäht mich dat Hazz op". Die Liebe zu Aachens Historie ist ihr verständlicherweise in die Wiege gelegt worden. „Mein Vater hat meiner Schwester und mir täglich Öcher Geschichten erzählt", erinnert sie sich.
Seit drei Jahren arbeitet sie ehrenamtlich im Organisationsteam der Sammlung mit. Es ist für sie eine Selbstverständlichkeit, und ohne dieses Engagement für das Erbe ihres Vaters würde sie sich „sehr unwohl fühlen". Mit Feuer und Flamme engagiert sie sich im Team. Es fasziniert sie, auch bei anderen eine Begeisterung für Aachen wecken zu können. „Dadurch entsteht das tolle ‚Wir-Öcher-Gefühl', durch das man wirklich zu einer großen Familie Kaiser Karls wird", ist Elena Schulte überzeugt. „Macht auch Ihr mit, denn es macht baschtig vööel Pläsier!", rät sie Gleichgesinnten.
Jg. 1946, Rentner
Beiratsmitglied der Sammlung Crous seit 1998
Hubert Crott ist der Inbegriff eines Öcher Fastelovvendsjecks. Auch wer nur über die geringsten karnevalistischen Ambitionen verfügt, kommt an dem Namen „Jüppchen" nicht vorbei. Seit mehr als vier Jahrzehnten stellte sich Hubert Crott in den Dienst der fünften Jahreszeit, sei es als Tropi-General, als eben jenes „Jüppchen" im Trio neben „Josef" und „Jupp", als engagiertes AKV-Mitglied und AKV-Elferrat. Sein Interesse für Aachens Stadtgeschichte wurde bereits während der Schulzeit am Kaiser-Karls-Gymnasium geweckt, und als echtem Öcher ist er stolz auf die überregionale Bedeutung der Stadt. Hubert Crott findet als Beiratsmitglied eine innere Befriedigung darin, zur Erhaltung und Erweiterung dieser bedeutenden Sammlung beitragen zu können. „Hier, bei der Sammlung Crous, kann man als stadtgeschichtlich interessierter Ehrenamtler tatsächlich an der Entwicklung einer musealen Sammlung mitwirken", erklärt er aus eigener, inzwischen zehnjähriger Erfahrung.
Jg. 1949, Industriekaufmann
Beiratsmitglied der Sammlung Crous
Organisationstalent und Management sind seine Stärken, und die setzt Franz-Peter Frings seit 2005 auch im Interesse der Sammlung Crous ein. Sei es bei der Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen oder auf dem Gebiet des Sponsorings. Den Beiratsvorsitzenden der Sammlung, Bernd Carl, hatte der gestandene Karnevalist, der allein auf zehn erfolgreiche Jahre als aktives Mitglied der Stadtgarde Öcher Penn zurückblicken kann, ebenfalls 2005 im Hofstaat von Ex-Prinz Dirk III. Chauvistré kennen gelernt. Während Bernd Carl die Session als „Krippekratz" erlebte, verkörperte Franz-Peter Frings den „Noppeney".
Durch einige Vorträge, die er anschließend bei der Sammlung Crous besuchte, wurde ihm bewusst, wie schwer Aachen durch den Krieg zerstört wurde. „Wenn man heute durch die Straßen geht, wird einem klar, was die Menschen beim Wiederaufbau geleistet haben", erklärt er und fügt hinzu: „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass durch ein persönliches Engagement diese stadthistorische Sammlung für die nächsten Generationen erhalten bleibt und ausgebaut werden kann".
Jg. 1945, pensionierter Industriekaufmann, Beiratsmitglied der Sammlung Crous seit Mai 2009
Voller Energie und Leidenschaft stieß Bernd Oligschläger im
Mai 2008 zum ehrenamtlichen Team der Sammlung Crous hinzu. Den Anstoß dazu
hatte ihm Margret Carl, Gattin des Beiratsvorsitzenden, gegeben, die er durch
seine langjährige Arbeit im Aachener Kinderkarneval kennen gelernt hatte.
Immerhin feierte er 2009 nicht nur sein Silberjubiläum beim AKiKa, sondern auch
das 2 x 11-Jährige als Zugleiter des Kinderkostümzuges.
In Aachen geboren, hier in Forst aufgewachsen, war Bernd
Oligschläger schon immer stolz auf „seine“ alte Kaiserstadt mit ihren römischen
Spuren. „Mit Geschichte habe ich mich schon immer beschäftigt, und je älter ich
werde umso mehr“, sagt er, schränkt aber ein, nur in dringenden Fällen selbst
nach historischen Fakten zu recherchieren. „Etwas Freizeit möchte ich für mich
schon behalten“, gesteht er. Vorrangig ist die Städtebaugeschichte sein
Steckenpferd in Sachen Aachener Historie. Warum hat wann und wo welches Haus
gestanden, warum oder wodurch wurde es zerstört beziehungsweise wieder
aufgebaut – das sind die Fragen, die ihn interessieren.
Und so kam er auch nicht mit leeren Händen, als er sein
Ehrenamt bei der Sammlung Crous antrat, sondern brachte gleich zwei Alben mit
historischen Aachener Fotografien mit, die bis dahin in Privatbesitz auf einem
Boden geschlummert hatten. Damit war bereits der Rahmen für seine ersten
Aufgaben vorgegeben: die Pflege der
Außenkontakte und damit das Aufspüren noch vorhandener Dokumente und
Bildmaterialien, die für den Bestand der Sammlung interessant wären. „Leider
hört man immer wieder, dass wertvolle historische Fotos, Bilder, Druckschriften
und Dokumente durch Interesselosigkeit, Unkenntnis und Gleichgültigkeit in den
Müll wandern und damit für immer vernichtet werden“, bedauert Oligschläger.
Voller Power und erfolgreich nahm er seine neue Aufgabe in
Angriff. Dabei kam ihm seine karnevalistische
Vergangenheit im Aachener Kinderkarneval zugute, durch die er viele
Menschen zusätzlich kennen gelernt hatte. Inzwischen hat sich sein
Aufgabengebiet wesentlich erweitert. Bernd Oligschläger ist in enger
Zusammenarbeit mit dem Beiratsvorsitzenden für die Organisation innerhalb der
Sammlung ebenso zuständig, wie auch für die Koordinierung der Aufgaben von
hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Im Mai 2009 wurde er in den
Beirat berufen. Missen möchte er sein Ehrenamt nicht mehr. „Was ich mache,
mache ich gern, und wenn die Zeit kommt, bin ich bereit meine ehrenamtliche
Tätigkeit an jüngere, interessierte Mitarbeiter zu übergeben“, lautet sein
Standpunkt.
Ein konkretes Vorbild, dem er nachstrebt, hat Bernd
Oligschläger nicht. „Ich achte jeden Menschen, der sich ohne Eigennutz nach
bestem Wissen und Gewissen für unsere Kinder und Jugendlichen einsetzt, damit
sie eine Perspektive haben und sich später im Leben besser zurecht finden“,
lautet die Lebensmaxime des Mannes, der seit seiner Kindheit in der
Jugendgemeinschaft der Pfadfinder groß geworden ist.
Jg. 1966, Kunsthistorikerin
Betreuung und Neuordnung der Präsenzbibliothek
Die
Kunsthistorikerin Susanne Hartmann ist das neue Gesicht im Team der
Sammlung Crous gGmbH. Im September 2008 übernahm sie die Aufgabe der Betreuung
und Neuordnung der Präsenzbibliothek, ebenso die Erledigung aller anfallenden
Sekretariatsaufgaben für die Sammlung. "Mit finanzieller Unterstützung durch die Stadt Aachen sowie einer teilweisen Bezahlung durch die Sammlung Crous können
wir Frau Hartmann in Vollzeit beschäftigen und endlich die vielen vor uns
liegenden Aufgaben anpacken“, zeigt sich der Beiratsvorsitzende der Sammlung,
Bernd Carl, zufrieden. So gehören zum Aufgabengebiet der Kunsthistorikerin auch
das Erfassen aller Bestände in der EDV und ihr Einstellen in die in
Vorbereitung befindliche Internetseite. Darüber hinaus ist Susanne Hartmann für
die Vorbereitung und Organisation von Ausstellungen und Vorträgen zuständig.Geboren und
aufgewachsen in Thüringen, absolvierte sie ihr Studium für Kunstgeschichte in
Frankfurt am Main und in Köln. Seit 1996 lebt Susanne Hartmann in ihrer
Wahlheimat Aachen. Durch ihre Mitwirkung an der Krönungsausstellung und an der
Ex Oriente ist ihr Aachens Stadtgeschichte mit ihren Besonderheiten längst
vertraut. „Generell habe ich ein großes, geschichtliches Interesse an allen
Orten, an denen ich längere Zeit lebe“, erzählt die „Neue“ im Crous-Team. Karnevalistische Ambitionen kann sie
allerdings nicht aufweisen. „Damit bin
ich nicht aufgewachsen“, lautet schlicht ihre Antwort.
Mit
Geschichte hat sich Susanne Hartmann einerseits bereits seit Anfang der 80er
Jahre in ihrer thüringischen Heimat durch Führungen im Schloss- und
Spielkartenmuseum in Altenburg befasst, sowie auch später während ihres
kunstgeschichtlichen Studiums mit dem Schwerpunkt „Baudenkmalpflege“. Das
Faszinierende an ihrer neuen Aufgabe ist für sie der Einblick in die Vielfalt
der Sammlung Crous gGmbH mit ihren oftmals recht alten und kostbaren Büchern und
den zahlreichen Grafiken. „Besonders interessant sind die alten Fotos mit den
wunderschönen Bürgerhäusern im noch unzerstörten Aachen“, begeistert sich die
Kunsthistorikerin. Sich für diese Sammlung einbringen und engagieren zu können, gibt
ihr innere Befriedigung und Selbstbestätigung zugleich. Stadtgeschichtlich
interessierten Ehrenamtlern bestätigt die neue Mitarbeiterin klipp und klar:
„Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter ist ein großer Teil der Aufgaben nicht zu
bewältigen“.
Jg. 1972, Grafik-Designer, Bildender Künstler
zuständig für die Pflege der Internetpräsenz
Im März 2008 übernahm Alessandro Palmieri bei der Sammlung Crous die Pflege und Aktualisierung der Internetpräsenz. Fotomaterial und Grafiken mit alten Stadtansichten zu sammeln, ist seit langem sein Steckenpferd und kommt ihm nun bestens für die neue Aufgabe zugute. An Aachens Stadtgeschichte faszinieren ihn besonders die einzelnen Epochen der Geschichte des Aachener Domes und der Wandel des Stadtbildes.
„Ich freue mich, der Sammlung Crous für die mir anvertrauten Aufgaben zur Verfügung stehen zu können", erklärt der Grafik-Designer, denn gerade über das Medium Internet, könne in der Öffentlichkeit das Interesse an der Sammlung gestärkt werden. Ihn begeistert die angenehme Atmosphäre im Verein, in dem man interessante Menschen kennen lernen kann. Stadtgeschichtlich Interessierten empfiehlt Alessandro Palmieri, bei der Suche nach historischen Schriftstücken, Fotos und Grafiken behilflich zu sein und auch die Möglichkeit zu nutzen, bei der Sammlung Crous eine sogenannte „Buchpatenschaft" zu übernehmen.
Jg. 1947, selbst. Kaufmann
Initiator und Mitorganisator der Golfturniere zugunsten der Sammlung
Er fühlt sich zurecht als Uröcher, wenngleich er durch die Kriegsevakuierung in Höxter an der Weser geboren wurde. Schließlich ist er ja auch ein richtiger Karnevalsjeck, belegte schon mit elf Jahren beim Rosenmontagszug als „Neandertaler" den 1. Platz, ist heute Mitglied der Prinzengarde der Stadt Aachen und des AKV.
Schwer fällt es ihm, seine Begeisterung für Aachens Stadtgeschichte auf einen kurzen Nenner zu bringen. „Es gibt soviel, einfach zuviel. Klar, Kaiser Karl, der Aufbau nach dem Krieg, aber auch der aktuelle Aufbruch sind spannend", erklärt Hans-Dieter Schaffrath. Geschichte war schon in der Schule sein Lieblingsfach und bei der Sammlung Crous engagiert zu sein, macht ihm einerseits Spaß und gibt andererseits die innere Befriedigung, etwas für die Stadt und ihre Bürger zu tun. Und dabei fasziniert es ihn, Menschen kennen zu lernen und Geschichte lebendig werden zu lassen. Das tut er auf seine Weise. So war Hans-Dieter Schaffrath 2006 der Initiator und ist seitdem auch Mitorganisator der jährlichen Golfturniere zugunsten der Sammlung Crous.