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3. Benefiz-Gala zugunsten der stadthistorischen Sammlung Crous des AKV
Noblesse zeichnete die nun bereits 3. Benefiz-Gala zugunsten der stadthistorischen Sammlung Crous des AKV aus. 250 Gäste waren der Einladung des Beirats der Sammlung in den Lenné-Pavillon des Casinos Aachen gefolgt und dokumentierten damit als Sponsoren und Förderer ihre geschichtlichen Bindungen an Aachen, aber auch ihr Interesse, dieses Schatzkästlein Aachener Stadtgeschichte nicht nur zu pflegen und zu hegen, sondern auch durch Neuerwerbungen ständig zu erweitern.
„Mit ihren 10000 Büchern, Graphiken, Postkarten und Fotos aus dem Zeitraum zwischen 1492 bis zur Gegenwart widerspiegelt die Sammlung Crous ein Stück Heimatgeschichte, die dem Interessierten in der Bibliothek zugänglich gemacht wurde", sagte der Beiratsvorsitzende Bernd Carl. Aber bereits der leidenschaftliche Sammler Helmut A. Crous (1913 - 1993) wusste, dass der Kunstmarkt nach wie vor unbekannte Schriften und Blätter mit Aachener Motiven bietet. So schrieb er einmal: „45 Jahren eifriger Sammeltätigkeit verdankt meine Aquensiensammlung ihre Existenz und erreichte fast Vollständigkeit. Ob sie jemals komplett werden wird, ist zu bezweifeln". Die Sorge des Journalisten und ehemaligen AKV-Präsidenten galt in den letzten Lebensjahren besonders dem Verbleib der Sammlung, um sie der Nachwelt zugänglich zu machen.
Nach seinem Tod erwarb sie der Aachener Karnevalsverein. Seit 1996 wird sie als GmbH geführt wird und ist mit ihrer Präsenzbibliothek im Alten Kurhaus angesiedelt. „Der Schwerpunkt bei den Neuanschaffungen wird künftig bei Fotos, Filmen und Ansichtskarten liegen", so der Beiratvorsitzende, der mit viel Ideenreichtum in der Öffentlichkeit auf die Sammlung aufmerksam macht, sei es durch Vortragsabende, Ausstellungen oder Veröffentlichungen. So erscheint noch im November ein exklusiv in eleganter Hardcoverausstattung gestalteter Bildband „NACHgeschaut - Aachen 1942/2007", der 80 Fotopaare von Aachen-Motiven gegenüberstellt, aufgenommen 1942 vom späteren Stadtkonservator Hans Königs und 2007 von Michael Jaspers, Bildjournalist des Zeitungsverlages Aachen.
Die Gleichgesinnten aber, die sich zur Benefiz-Gala im Lenné-Pavillon eingefunden hatten, verlebten einen stilvollen, unterhaltsamen Abend. Charmant faszinierte die Kölner Chansonssängerin Alice Esser, deren Wurzeln allerdings in Aachen zu finden sind. Am Klavier von der Pianistin Simone Ludwig begleitet, brillierte sie vor allem mit Couplets und Chansons von Edith Piaf und Zarah Leander. Gekonnt stellten Dr. Manfred Birmans und Hubert Crott ihren heiteren Talk zum Thema: „Der Öcher und seine Eigenarten" auf einen Dialog um, hatte doch ihr vorgesehener „dritter Mann", Jürgen Beckers, wegen Erkrankung absagen müssen. Musikalisch wurde der Festabend von Ägid Lennartz mit dem bei ihm gewohnten Tembre begleitet und untermalt. Die Gourmets aber genossen aus der Küche von Chefkoch Uwe Quiter ein Vier-Gang-Menü, das begleitet von allen Finessen mit Atlantikzungenfilet, geräucherter Pute, Rinderrückensteak in Rotweinjus und abschliessendem Mousse von Zartbitterschokolade auch dem Verwöhntesten Gaumenfreuden bereitete. Jutta Katsaitis-Schmitz |