Vortragsabend zugunsten der stadthistorischen Sammlung Crous
zum Thema:
„Die historischen Beziehungen Aachens zur Deutschsprachigen Gemeinschaft nach dem Versailler Vertrag"
Es referiert der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens,
Karl-Heinz Lambertz
Mit der Wahl dieses Themas blickt der Beirat der Sammlung Crous nicht nur über Aachens Stadtmauern, sondern auch über Landesgrenzen hinaus. Der Vortrag behandelt die nachbarschaftlichen Beziehungen im Grenzgebiet in den zurückgelegten neun Jahrzehnten. Nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages am 20. September 1920, gilt jenes Jahr als ein Schicksalsjahr für das Gebiet um Eupen und St. Vith. Im Vortrag werden sowohl die schmerzhafte Geschichte durch mehrfachen Staatenwechsel, Kriegsleiden, innere Zerrissenheit und Ungerechtigkeiten behandelt, wie auch die historisch außergewöhnliche Erfolgsgeschichte dieses Gebietes seit den 1970er Jahren.
In diesem Zeitraum wurde aus der deutschsprachigen Minderheit im Osten Belgiens sukzessive ein Bundesland, das seine Rolle in Belgien und Europa gefunden hat. Die Deutschsprachige Gemeinschaft versteht sich heute als ein Motor der belgisch-deutschen Beziehungen, die ihre Ausstrahlung auf ganz Europa haben. Zugleich wurde damit eine europäische Kernregion wiederbelebt.
Der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Karl-Heinz Lambertz, ist herausragend prädestiniert, die Entwicklung dieses Gebietes, die konkrete Lebenswelt der Menschen dort und ihre Geschichte für die Zuhörer erfahrbar und nachvollziehbar zu machen.
Der Vortragsabend findet am Dienstag, 6. September 2011 im S-Forum der Sparkasse am Münsterplatz statt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr.