Der Original-Bestand der Sammlung Crous reicht weit zurück bis 1492. Aus diesem Jahre stammt der Holzschnitt mit der Zeigung des Marienkleides über einem Aachener Stadttor. Das Marienkleid gehört zu den vier Aachener Heiligtümern, die im Marienschrein im Dom aufbewahrt werden. Seit 1349 werden sie im Turnus von sieben Jahren während der Heiligtumsfahrt dem Pilgervolk präsentiert. Der Holzschnitt ist 1492 in Conrad Bothos „Chronecken der Sassen“ in Mainz erschienen. Der Text über dem Bild lautet:

IR vinde in der schrifft dat keyser karolus ock funderet hadde twey bis= / chopdome. den eyne[n] to basel. den andere[n] to wormeße vn[d] do plach he alle / tyt syn afflegher to hebben to voren to wormeß. vnde ordenerde vn[d] sti= / chte to osenbrughe twey hoge schole. In der eynen schole scholdem leren / grekessche sprake. vnde in der anderen scholen scholdem leren latynesche / sprake. unde dusse twey scholen scholden to Osenbruggke to ewigen ty / den bliuen. vppe dat allwege in deme lande to sassen scholden syn geler / de lude van der twygerleyge tungen. icht on des not were der hillighen / kerken. hyr makede keyser karle tyns vnde renten to der fundacion ouer / dat is nu vorgan als eyn dingk plecht dat nutte vnde gud is dat bliwe / dar by.

Motivgröße: 27,5 x 19,2 cm. Konservierung 1997.

Die Sammlung Crous besitzt ein ähnliches Motiv, das Johann Koelhoff 1499 in seiner „Cronica van der hilligen stat van Coellen“ publizierte.

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