Im 19. Jahrhundert begann sich das gehobene Bürgertum und mit ihm die Historiker, sich im nie gekannten Maße den Monumenten der Vorzeit zu widmen. Franz Bock gab 1868-1875 in etlichen Einzellieferungen zu drei Bänden das Werk „Rheinlands Baudenkmale des Mittelalters“ heraus mit dem Untertitel: „Ein Führer zu den merkwürdigsten mittelalterlichen Bauwerken am Rheine und seinen Nebenflüssen.“

Die drei mit Zeichnungen und Grundrissen illustrierten Bände sind zusammen in einen ledernen Prachteinband gebunden. Jeder Band beginnt mit einem aufwendig gestalteten Titelblatt, das jeweils eine Stadtansicht enthält. Aachen nimmt diesen Platz im dritten Band ein.

Aachen kommt mit seinen Baudenkmälern mehrfach zum Zuge. Beschrieben werden die Stadtbefestigung und das so genannte Grashaus am Fischmarkt, das erste Rathaus der Stadt. Mehrere Kapitel beschrieben die Kapellbauten am Dom sowie Kreuzgänge, das „Drachenloch“ und jenes spätgotische Tor, das einst den Domhof nach Westen abschloss. Zu den Stiftsgebäuden gehörte auch das kriegszerstörte Romanische Haus in der Klostergasse. Weitere Aachener Sakralbauten sind die Salvatorkirche und die längst vergangene Quirinuskapelle von Melaten.

Der Blick auf andere historische Stätten des Rheinlandes ist nicht weniger interessant. Die Matthiaskapelle in Kobern, eine sechseckige Miniaturausgabe des Aachener Münsters, ist mit Schnittzeichnung dargestellt und erlaubt so einen Blick in ihren inneren Aufbau.

Soziale Netzwerke