Birgit Blume geb. Lehrheuer

Jg. 1964, mathematisch-technische Assistentin, seit Juni 2009 zuständig für die Hard- und Software der Sammlung

Der Duft von Zigarren, seine unerschöpfliche Quelle an Wissen und Geschichten sowie seine Unschlagbarkeit beim Fragespiel ‚Trivial Pursuit’ sind für Birgit Blume die prägnantesten Erinnerungen an ihren Großvater Helmut A. Crous. Durch ihn wurde auch sie mit dem Virus ‚Aachener Stadtgeschichte’ infiziert. „Es gab kaum einen längeren Besuch bei ihm, bei dem er nicht eine seiner neuesten Errungenschaften, ein Buch oder einen Stich seiner Sammlung, hervornahm. Immer forderte er uns drei Enkelkinder – meinen Bruder Axel, mich und meinen Vetter Klaus Baumgärtner – auf, unsere Gedanken dazu zu formulieren. Dann stellte er gezielt Fragen und fügte Erklärungen hinzu“, lässt die Enkelin die Vergangenheit Revue passieren. Für sie ist dadurch peu á peu Aachen zu „Geschichte an jeder Ecke“ geworden.

Schmunzelnd erinnert sie sich an eine für den Großvater typische Stadtführung. „Wir sind nachmittags auf dem Markt an der „Goldenen Kette“ gestartet, passierten den Marktplatz und kamen schließlich gerade noch bis zu Kaiser Karls Kräutergärtlein. Drei Stunden brauchten wir wegen seines detaillierten Erzählens über Bauten und Alt-Aachener Familien für diese kurze Strecke und hatten dabei aus Zeitgründen nicht einmal des Rathaus von innen besichtigt.“ So war die Vorliebe zu Aachens Historie zunehmend gewachsen, die durch den Großvater und seine Sammlung in der Familie ständig gegenwärtig war. Da sich Crous in den Nachkriegsjahren stark für den Erhalt der alten Aachener Fassaden einsetzte, schlussfolgert sie, dass die Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg für ihn eine besonders wichtige Epoche war.

Seit Juni 2009 ist Birgit Blume ehrenamtlich für die Sammlung Crous aktiv und hier aufgrund ihrer Ausbildung für die Hard- und Software zuständig. „Es war der große Wunsch meines Großvaters, dass seine Sammlung allen Aachenern zugänglich gemacht wird. Ich freue mich, dabei helfen zu können und der Gedanke, dass er Freude daran gehabt hätte, zu sehen, dass ich mich für die Sammlung engagiere, gibt mir ein gutes Gefühl“, so die Enkelin. Sie setzt sich damit in dritter Generation für diese wertvolle, stadthistorische Sammlung ein: Helmut A. Crous als Sammler, seine Töchter Liesel Lehrheuer als Beiratsmitglied und Elena Schulte im Organisationsteam sowie letztlich Birgit Blume im Rahmen der wissenschaftlichen Aufbereitung.

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