Neuer „Förderverein AKV Sammlung Crous e.V.“ tritt ins Rampenlicht

 „Nach dem Stadtarchiv ist die AKV Sammlung Crous die zweitwichtigste historische Sammlung in Aachen.“ Mit diesen Worten eröffnete Dr. Jürgen Linden als Vorsitzender des  neu gegründeten Fördervereins dieser Sammlung ein Pressegespräch. „Hoch motiviert und in dienender Funktion“ sei der Vorstand des Fördervereins angetreten, um eng mit dem AKV und dem Beirat der Sammlung zusammen zu arbeiten. Ziel sei es dabei, für das Interesse am Erhalt und der Erweiterung dieses historischen Erbes der Region Aachen zu werben. Sei es einerseits durch Beiträge, Spenden oder Sachleistungen der Mitglieder des Fördervereins selbst, wie auch anderer historisch Interessierter.

Der Förderverein der AKV Sammlung Crous. Hintere Reihe von links nach rechts: Fabian Müller-Lutz, Dieter Bischoff (Geschäftsführer AKV Sammlung Crous), Dr. Jürgen Linden (1. Vorsitzender), Heiner Nobis (Schatzmeister), Dr. Werner Pfeil (AKV Präsident). Vorne von rechts nach links: Sabine Mathieu (2. Vorsitzende) und Elena Schulte, geb. Crous.

Der Förderverein der AKV Sammlung Crous. Hintere Reihe von links nach rechts: Fabian Müller-Lutz, Dieter Bischoff (Geschäftsführer AKV Sammlung Crous), Dr. Jürgen Linden (1. Vorsitzender), Heiner Nobis (Schatzmeister), Dr. Werner Pfeil (AKV Präsident).
Vorne von rechts nach links: Sabine Mathieu (2. Vorsitzende) und Elena Schulte, geb. Crous.

Im September 2012 war der „Förderverein AKV Sammlung Crous e.V.“ gegründet worden. Dem Vorstand gehören neben Dr. Jürgen Linden als Vorsitzendem, Sabine Mathieu als stellvertretende Vorsitzende, Heiner Nobis als Schatzmeister und Dieter Bischoff in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer der AKV Sammlung Crous an. Als Beisitzer fungieren AKV-Ehrenpräsident Georg Helg, Professor Dr. Max Kerner und Crous-Tochter Elena Schulte. Zunächst gehe es nun darum, den Förderverein bekannt zu machen, Mitglieder zu gewinnen sowie bei der Werbung neuer Sponsoren aktiv zu werden, hieß es. Der Jahresbeitrag liegt für Privatpersonen bei 36.- Euro und für Unternehmen bei 120.- Euro.

„Langfristig aber sind weitere Veranstaltungen zur Vermittlung von stadthistorischem Wissen geplant, die sich in den Jahresprogrammen des AKV etablieren werden“, betonte Linden. Gedacht ist dabei an Vortrags-, Film- und Konzertveranstaltungen, Ausstellungen sowie die Herausgabe von Büchern und Schriften. Bereits am Dienstag, 9. Juli 2013 hält Kur- und Verkehrsdirektor Werner Schlösser in den Räumen der Sammlung Crous, Kurhausstr. 2c einen Vortrag anlässlich des 400. Geburtstages des Aachener Badearztes Francois Blondel. In diesem Zusammenhang wandte sich Linden mit einem Appell an Firmen, Räumlichkeiten in ihren Unternehmen für Ausstellungen und Vortragsveranstaltungen zur Verfügung zu stellen.

„Mit ihren Veranstaltungen nimmt die Sammlung Crous eine Lücke in der Verbreitung von Kenntnissen der Aachener Geschichte wahr, denn wir haben nicht nur Karl den Großen“, unterstrich AKV-Präsident Dr. Werner Pfeil. So werde beispielsweise am 17. September 2013 in der Sparkasse am Friedrich-Wilhelm-Platz eine Ausstellung zum Thema: „Ungebautes Aachen – die unsichtbare Stadt“ eröffnet. Damit liege Aachen neben Berlin und Wien im Trend städtebaulicher Aufarbeitung, gehe es doch dabei um zwar geplante Bauvorhaben der vergangenen drei Jahrhunderte, die allerdings nicht realisiert wurden. Zum gleichen Thema erscheint zeitgleich die 3. Ausgabe der von der Sammlung Crous herausgegebenen neuen Schriftenreihe. Darin werden allein 28 Bauvorhaben dokumentiert, die durch eine Fertigstellung das Stadtbild wesentlich verrändert hätten.

Es gebe in der Sammlung Crous „unglaubliche Schätze“, die einer noch größeren Besucherzahl zugänglich zu machen seien, unterstrich der Geschäftsführer der Sammlung, Dieter Bischoff. Um das zu ermöglichen, werde unter anderem weiterhin nach neuen Räumlichkeiten gesucht, die einen leichteren Zugang gestatten. Die Bestände der Sammlung seien Dank der hier tätigen Ehrenamtler vorbildlich archiviert, anerkannte Sabine Mathieu. Es gäbe nicht nur Bücher, sondern auch Stiche und Stadtansichten. „Dennoch haben wir keine Ahnung, wie Aachen vor dem Stadtbrand 1656 ausgesehen hat“, sagte sie und appellierte an Besitzer von alten Bildern, Stichen und Grafiken, die als „aue Kroam“ noch auf dem Boden oder im Keller lagern, sie der Sammlung Crous zur Verfügung zu stellen. Unterstützt wurde sie dabei von Elena Schulte, die anregte, sich auch um Archive von Klöstern, die aufgelöst werden, zu bemühen.

Wer Mitglied des „Fördervereins AKV-Sammlung Crous e.V.“ werden oder historische Nachlässe zur Verfügung stellen möchte, wende sich an Fabian Müller-Lutz, M. A., in der AKV-Geschäftsstelle. Tel: 0241-4703 110 oder an mueller-lutz@akv.de

Weitere Informationen und den Mitgliedsantrag zum Download finden Sie auch unter „Förderverein“.

Jutta Katsaitis-Schmitz

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